V wie Versäubern

Damit du länger Freude an deinen Kleidungsstücken hast, ist es wichtig, sauber zu arbeiten und Alles dafür zu tun, dass deine Nähte sich nicht wieder lösen. Versäubern kostet Zeit, Garn und manchmal auch ein paar Nerven, aber es ist wichtig und wird sich für dich lohnen.
Aus Webware lassen sich wundervolle Projekte gestalten und dafür nehme ich mir die Zeit zum Versäubern gern.

Bei Webware ist das Versäubern besonders wichtig, denn wenn deine Kanten beginnen auszufransen (und das werden sie!) droht die Gefahr, dass sich die Nähte lösen, bei denen du dir doch so viel Mühe gegeben hast!

Und da meine Freebooks Rock LOTTE und HENRIETTE (coming soon) sich wunderbar aus verschiedener Webware zaubern lassen, möchte ich dir hier ein paar Tipps zum versäubern aufzeigen:

1. Zickzackschere

Mit Hilfe einer Zickzackschere lassen sich Kanten schnell und einfach versäubern. Du schneidest einfach entlang der Kanten, die versäubert werden müssen.
So können keine langen Fäden mehr ausfransen. Kommt viel Bewegung an die Naht, kann es durchaus mal vorkommen, dass sich kleinere Fäden abziehen lassen, deine Naht ist hier aber nicht Gefahr!


2. Zickzackstich

An deiner Nähmaschine kannst du ganz leicht versäubern, indem du einen Zickzackstich einstellst und den Stoff so positionierst, dass die Nadel links IN den Stoff und rechts AUSSERHALB des Stoffes einsticht.
Das dient dem Zweck, dass sich die Naht um die Kante legt und so ein ausfransen verhindert.


3. Overlocknaht

Die wohl beliebteste Methode, vorrausgesetzt man besitzt eine solche Maschine, ist die Overlock Naht.
Durch mehrere Fäden bildet die Maschine Schlingen, die sich wunderbar um den Stoff legen und ihn so versäubern.
Overlocknähte findet man in der Konfektion und dadurch sehen selbstgenähte Kleidungsstücke oft viel professioneller aus, wenn sie mit einer solchen Maschine vernäht werden.
An manchen Nähmaschine gibt es auch die sogenannte Fake-Overlocknaht. Diese kann ebenfalls zum versäubern verwendet werden, funktioniert allerdings wie der Zickzackstich, den ich oben berschrieben habe.


4. Schrägband

Ein Schrägband kannst du vorgeformt kaufen oder selber herstellen. Du wirst es in vielen unterschiedlichen Größen und Stoffarten finden.

Schrägband ist wohl eine der schönsten Arten zu versäubern und deshalb häufig bei Blazern oder Blousons zu finden.
Hierbei wird das Schrägband in der Mitte gefaltet und um die zu versäubernde Kante gelegt.
Durch die Einbettung in das Schrägband, ist es dem Stoff nicht mehr möglich auszufransen.


5. Die französische Naht

Meiner Meinung nach, eine viel zu wenig bekannte Technik, die dir wunderbar hilft, falls du sehr feine oder durchscheinende Stoffe verarbeiten möchtest.
Auch wenn sie herausfordernd klingt, sind französische Nähte absolut anfängertauglich. Es gibt lediglich eine Sache die du hier in Voraus dringend beachten musst: du benötigst mehr Nahtzugabe!
Ich zeige dir warum:

In den Bildern erkennst du schon den Ablauf, wie du vorgehen musst um eine französischen Naht zu nähen.
Als erstes legst du dir beide Schnitteile links auf links aufeinander und steppst sie knappkantig ab. Danach schneidest du dir die Nahtzugabe so weit wie möglich zurück und wendest die Stoffteile nun rechts auch rechts. Hast du das erledigt, steckst du dir am besten alles mit Nadeln oder Klammern fest und nähst erneut mit einem Geradstich und einer Nahtzugabe von 1 cm der Kante entlang.
So wird deine erste Naht eingeschlagen. Da nun auch hier keine Bewegung mehr an die Naht kommt, kann die Kante nicht mehr ausfransen.

Von der rechten Seite wirkt es wie eine ganz normale Naht, von innen hast du hier aber eine wunderschön versäuberte Kante.
Falls dein Stoff sehr leicht und durchscheinend ist, sollte dies die Methode deiner Wahl sein, denn so sieht auch von rechts, alles was durchscheint, wunderbar sauber aus.


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